Biosphärenpark Wienerwald – Hietzing zeigt Flagge!

Ein besonderes Anliegen in Sachen Naturschutz ist Bezirksvorsteherin Silke Kobald der Biosphärenpark Wienerwald (BPWW).

Um die Sichtbarmachung und das Bewusstsein für den Biosphärenpark gerade im Jubiläumsjahr zu stärken, möchte Bezirksvorsteherin Silke Kobald mit entsprechenden Schildern auf die Bedeutung von Hietzing als Biosphärenpark-Bezirk hinweisen.

Es wäre wünschenswert, wenn diese Kennzeichnung im öffentlichen Raum auch für die Wiener Bezirke möglich wird, so wie sie das für die niederösterreichischen Wienerwald-Gemeinden bereits ist.

Hietzing ist mit dem Lainzer Tiergarten und dem Hörndlwald und deren Ausläufern Gründungsmitglied des vor 15 Jahren eingerichteten Biosphärenparks Wienerwald. Der BPWW umfasst neben Naturschutzzonen, unter anderem im Lainzer Tiergarten und im Wienerwald auch die angrenzenden Kulturlandschaften, die Großteils landwirtschaftlich genutzt werden aber im Wiener Stadtgebiet auch Naturwiesen, wie in der Adolfstorgasse, und Parkanlagen sowie Naherholungsgebiete wie den Hörndlwald oder den Lainzer Teich.

Wien ist in dieser Hinsicht einzigartig, denn Teile der Westbezirke liegen im UNESCO Biosphärenpark. Diese Symbiose zwischen Naturschutz und Millionenstadt ist bemerkenswert und dies gilt es auch für die folgenden Generationen zu bewahren. Der intakte Grünraum und die Natur sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer hohen Lebensqualität in Hietzing, ich möchte hier durch die Sichtbarmachung der Biosphärenparkbereiche noch mehr Bewusstsein schaffen.

Für Insekten, Tiere und Pflanzen spielen die Grenzen des Biosphärenparks jedoch keine Rolle. Auch in den Hietzinger Privatgärten und mit Bäumen bepflanzten Nebenstraßen lassen sich, vor allem nachts, immer wieder Wildtiere wie Füchse und Rehe oder geschützte Arten wie Hirschkäfer antreffen. Mühsam zusammengerächte Laubhaufen werden schnell von Igeln in Beschlag genommen.

Viele Hietzingerinnen und Hietzinger verzichten auf Dünge- und Spritzmittel im eigenen Garten. Das trägt zur Artenvielfalt gewissermaßen in Symbiose mit dem Biosphärenpark bei, denn damit bieten sich noch weitere Lebensräume, Rückzugsorte und Futterquellen. Hierfür möchte ich mich auch herzlich bei allen bedanken, denn nur mit gemeinsamer Anstrengung bleibt unser Hietzing so wunderschön oder wird gar stellenweise noch schöner!

[28.04.2020]

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